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Geschichte Unter Weblogs versteht man, regelmäßig, oft mehrmals täglich aktualisierte Internetseiten. Eine frühe Definition beschrieb ein Weblog als ein Archiv für Internetaktivität des Betreibers oder auch als ein Protokol des Surfens mit Links und Kommentaren. Mit dieser Formel lassen sich die meisten Weblogs erfassen, zuläßig ist aber auch eine andere Definition, welche vordergründig auf der zugrundeliegenden Technologie aufbaut und nicht zwingend etwas über den Inhalt aussagt. Ihr nach wären alle Seiten, die unter Verwendung eines Online-editing-system editiert werden, Weblogs. Das Allererste Weblog, war der ersten Definition folgend bereits die erste Webseite. Von Tim Berners-Lee in CERN geschaffen, führte sie Links zu neu entstandenen Seiten auf . Lange Zeit bevor der Begriff WEBLOG überhaupt geprägt wurde, existierte jene journalische Form am Rand des Internets und war nur wenigen geläufig. Das dominante Weblog in den Jahren 1993-1996 war die What's New Seite von Netscape. Beispiele anderer früher Weblogs sind Robot Wisdom, Camworld und Scripting News. Der Weblogboom began 1999 mit der Einführung von benutzerfreundlichen Systemen wie Blogger oder Manila und brachte eines der führenden journalistischen Formen im Internet hervor. Im Mai 2000, ein knappes Jahr nach seiner Einführung zählte Blogger bereits mehr als 40000 Benutzer. Heutzutage existieren hunderttausende Weblogs und ihre Zahl wächst stetig. Form und Inhalt Zur Zeit ist das Weblog die heißeste und aktuellste Publikationsform im Internet. Sie sind der beste Weg um relevante und interessante Inhalte Im Netz zu finden. Relevant und interessant ist mit Vorsicht zu genießen, denn jedes Weblog hat, wie auch sein(e) Schöpfer einen eigenen Charakter und spricht womöglich nur eine Hand voll Leute an. Doch gerade die Vielseitigkeiet und Persönlichkeit macht das Weblog so effizient und informativ. Weblogs werden genutzt, um Freundschaften zu pflegen, seinen Senf zum Weltgeschehen beizutragen oder um Besucher mit in Onlineform gebrachten Tagebüchern zu unterhalten. Es existieren eine Vielzahl von Multiuser Weblogs wie Slashdot.com oder unsere Intranetseite, Weblogs in denen viele einzelne Weblogs zusammengefaßt werden oder welche die Newsfilter fungieren. Ein besonderes Beispiel in dieser Sparte ist das Obscure Store, eine kommentierte Sammlung von Links zu obskuren Inhalten. Die häufigste Form des Weblogs ist und bleibt aber das persönliche, oft kommentierte und an Links reiche Archiv der eigenen Webaktivität. Um an Inhalte einzelner Weblogs zu gelangen gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Entweder wird man über eine Suchmaschine fündig oder folgt von einem
einzelnen Weblog ausgehend dem Linknetz zu anderen Weblogs. Eine andere Herangehensweise
bieten Weblogs über Weblogs in denen eine Interessensgemeinschaft von Bloggern
Ihre Weblogs Auszugsweise präsentiert oder eine Bewertungsplattform bietet. Will man sich einen Überblick über die allgemeine Stimmung innerhalb der Bloggerwelt verschaffen, stößt man auf das Problem, dass sich einzelne Weblogcommunities nach aussen hin abgrenzen und kaum interessenübergreifende Netzwerke vorhanden sind. An dieser Stelle setzten sogenannte Metablogs an. Cameron Marlow vom M.I.T. hat vor kurzem Blogdex ins Netz gestellt. Blogdex durchsucht 9000 Weblogs nach Links und listet die häufigst gelingten Seiten auf. Der Schöpfer möchte mit Hilfe von Blogdex Entstehung und Entwicklung von Memen untersuchen und die sozialen Netzwerke innerhalb von Weblogs studieren. Gleichzeitig erlaubt er den Zugang zu den interessantesten Geschichten.
Motivation Damit ein Weblog mehr als eine sporadisch aktualisierte Homepage bieten kann, muss der Betreiber das Bedürfnis haben, sich mitzuteilen. Ist jenes vorhanden kann über zusätzliche Motivationsfaktoren, das Mitteilungsbedürfnis zum Ritual oder gar Sucht heranwachsen.
Rollen Einem Großteil der Weblogs liegt jeweils eine einzelne Perönlichkeit zugrunde. Insofert liegt es zunächst näher von Charakteren und Positionen als von Rollen zu sprechen. Ein Weblog, das Mikroportal einer Einzelperson definiert sich innerhalb der Masse durch den Charakter/Sachverstand des Betreibers. Eine Position innerhalb der Gemeinschaft wird einem Weblog von den Gemeinschaftsmitgliedern auf demokratischen Wegen zugesprochen. Ist das Weblog interessant, wird es innerhalb von anderen Seiten (kommentiert) verlingt und gewinnt an Vertrauen, Relevanz und Reputation. Die Einteilung in Rollen vollzieht sich erst bei Multiuserblogs und anderen Multiusercommunities. In seinem Artikel "Here comes The Weblogs" identifiziert John Katz acht verschieden Arten von Bewohnern elektronischer Gemeinschaften:
Strukturen, Regeln, Codes, Jargon Eine Besonderheit des Weblogs als journalistische Form und Kommunikationstool ist, dass es vollkommen autark ist. Jedem Autor ist selbst überlassen, inwiefern er sich an die Netiqutte hällt, welche Inhalte er publiziert und wie oft er das tut. Die einzig einschränkenden Faktoren sind die Softwarebarrieren und die Verfassung. Der Erfolg eines Weblogs hängt von der Relevanz der Information und dem Bekanntheitsgrad ab. Entscheidend dabei ist, dass über die eigene Promotion hinaus die Verbreitung selbstorganisierend und demokratisch stattfindet. Möchte man also gelesen und womöglich verlinkt werden, muss man Inhalte anbieten, die für das Zielpublikum interessant und in einer ihm angepassten Form aufbereitet, sind. Die Gemeinschaft macht hier die Regeln. Innerhalb von Bloggergemeinschaften findet man Verhaltensmuster, die auch innerhalb
anderer (virtueller) Gemeinschaften zu beobachten sind. Es existieren Clickcircles:
Gruppen von Menschen die sich gegeseitig mit Hits und Links Promoten. Auch Eifersucht
spielt eine Rolle. Ein bekanntes Verhaltensmuster ist das "Heimzahlen" auch
"Rächen" genannt, bei dem Artikel von positiv hervorstechenden Autoren
sporadisch negativ bewertet werden, um den Autor in die Masse zurückzuholen.
Neuankömlinge sorgen wie auch bei Mailinglisten zuweilen für wutausbrüche,
weil sie keinen Ahnung haben, blöde Fragen stellen und andere Sprachcodes
benutzen.
"Ich denke, das Netz wird zunehmend glaubhafter, während klassische
Medien, an Boden verlieren" 5)
Auf der anderen Seite kann der Druck, regelmäßig Beiträge Veröffentlichen zu müssen zu Blogorrhea führen: Dem Kreativ- und Bedutundslosen schreiben um einen Blog aktiv zu halten. Hier und in der Tatsache, dass Weblogs im Gegensatz zu anderen Medien nicht zwingend den Anspruch auf Wahrheit besitzen, liegt die Gefahr der Wahrheitsverfremdung und Lüge. Fazit Betrachte ich das Weblogphänomen durch eine Learning-community-Brille
sehe ich eine Vielzahl von Elementen, die innerhalb einer Lernumgebung von großem
Nutzen sein könnten. Eine faszinierende Eigenschaft, die auch Meinungsplattformen
verinnerlicht haben, ist die Fähighkeit zur Selbstorganisation und Entwicklung
von demokratischen Prinzipien, da sie erstens den Verwaltungsaufwand auf ein
Minimum reduziert und zweitens Leistungsfördernd wirkt. Wertvoll erscheint
mir zudem der im Netz seltene, persönliche Charakter des Weblogs. Die Möglichkeit,
anhand des Weblogs Aussagen über den Betreiber machen zu können und
womöglich ein Gefühl für ihn entwickeln zu können, stärkt
die soziale Bindung und unterstützt die Kommunikation. Eine weiteres Kriterium
das man hier extrachieren könnte und das bei der Entwicklung einer Lernumgebung
essentiell erscheint, ist eine einfach zu bedienende und schnelle Software als
Grundlage.
Eine Lernumgebung, womöglich eine Online-Universiät läßt sich meines Erachtens nach aber kaum aus einer bereits vorhandenen Gemeischaftsform exstrahieren und ist in der Synthese unterschiedlicher Kommunikations- und Datenbankarten zu finden.
Unter Quellen: Gefunden:
Zuletzt aktualisiert am: Montag, 26. November 2001 um 19:22:02 Uhr dies ist eine Manila site
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