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Online-Enzyklopädie Wikipedia unter Druck
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topic started 03.02.2006; 17:23:55 last post 03.02.2006; 17:23:55 |
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Oliver Wrede - Online-Enzyklopädie Wikipedia unter Druck 
03.02.2006; 17:23:55 (reads: 8494, responses: 0) |
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tagesschau.de: »Eigentlich sollen die Selbstreinigungskräfte vom Wikipedia dazu beitragen, dass solche Fälle schnell entdeckt und korrigiert werden: Jeder kann Korrekturen anbringen oder falsche Veränderungen rückgängig machen. Da alle bisherigen Versionen gespeichert sind, werden solche Fälle üblicherweise schnell behoben - sofern sie denn jemand bemerkt. Trotzdem mehren sich inzwischen die Fälle, in denen fahrlässige oder vorsätzliche Fehlinformationen auf Wikipedia entdeckt werden: So blieb Ende letzten Jahres ein Wikipedia-Eintrag über Monate im Netz, der den US-Verleger John Seigenthaler beschuldigte, in die Morde an John F. Kennedy und Robert Kennedy verwickelt zu sein. In der deutschsprachigen Wikipedia-Ausgabe fanden sich zahlreiche inhaltlich umstrittene Artikel aus Nachschlagewerken der ehemaligen DDR. Der Schweizer Informatiker Bertrand Meyer wurde in seiner Wikipedia-Biographie sogar fälschlicherweise für tot erklärt.
Auch wenn das Grundprinzip, dass jeder an Wikipedia teilnehmen kann, beibehalten werden soll, haben die Macher aus den Vorfällen inzwischen Konsequenzen gezogen: Zumindest die englischsprachige Wikipedia will Artikel nur noch nach einer Registrierung des Autors freischalten. Im Rahmen einer "Qualitätsoffensive" sollen die einzelnen Fachgebiete einer Revision unterzogen werden. Langfristig soll neben der "Live"-Version, die im Prinzip von jedermann bearbeitet werden kann, eine "feste" Wikipedia stehen, kündigte der Gründer des Online-Lexikons, Jimmy Wales, an. Sie werde "wesentlicher Bestandteil" des Wikipedia-Internetauftritts sein. Wie dieser aussehen soll, ist jedoch noch offen - ebenso, ob der redigierte Teil von Wikipedia wirklich auch der zuverlässigere sein wird.«
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