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The Residents
- Bad Day on the Midway -

....Damit hatte die Band einen Namen, mit dem sie 1972 ihre erste Single 'Santa Dog' und 1974 das Debütalbum 'Meet the Residents' erscheinen ließ.
Kurz darauf verliert sich die Spur des Schaffens der mysteriösen Boygroup: weder weiß man, ob es seit damals tatsächlich stets die gleichen vier Leute waren, die hinter dem Bandnamen stehen, noch wie viele Alben sie veröffentlicht haben.
Auch die Grenze zwischen den Bootlegs und offiziell autorisierten Alben ist fließend; ihre Aufnahmen wurden oft an unterschiedlichsten Schauplätzen veröffentlicht und wieder zurückgezogen. so sind in Japan manche ihrer Werke zu haben, die noch nie in Europa veröffentlicht wurden.
Wie der Umstand, nicht zu wissen, wer sich tatsächlich hinter den überdimensionalen Augäpfeln verbirgt, mit denen die Residents in die Öffentlichkeit treten und oft die Cover zieren, ist auch eine klare Definition ihres Musikstils unmöglich.

So ist zum Beispiel das Cover ihres Debütalbums einem Beatles-Cover nachempfunden, welches die Plattenfirma der Pilzköpfe untersagte, Lennon & co. hingegen dieses mit Humor und Gelassenheit hinnahmen.
Gerade die plakative Antihaltung gegenüber den Beatles ließ wissende stimmen lauthals vermuten, hinter den vier Augäpfeln verberge sich niemand anderes als diese höchstpersönlich. ein Unsinn, den die residents liebten.
Und waren es stets vier Gestalten mit riesigen Augäpfeln als Köpfe, die sich als die Residents ausgaben, so tauchte nach dem Tode john lennons erstmals die Totenkopfmaske neben den Augäpfeln auf. Eine Konsequenz, die sich bis heute zieht.

Interessant wurde es für die vier Residents anfang der neunziger mit der Einführung der CD-Rom. 1990 realisierten sie das Projekt 'Freak Show', das zugleich Musik, Comic, Video und Live-Performance war. die Residents lehnten sich an Sujets des Films 'Freaks' von 1932 an und erzählten die Geschichte des ausgeflippten superhelden Harold the Head. Wieder thematisierten sie die Rolle des Außenseiters in der genormten Gesellschaft, dieses mal aber interaktiv und nicht mehr in der Rolle des großen Beobachters, was stets durch ihre überdimensionierten Augäpfel stilisiert wurde.

1995 erschien die CD-Rom 'Bad Day on the Midway', welche verschiedene Preise wie zum Beispiel den "People's Cohice Award for best Entertainment" und den Preis für "Most Innovative Use of Multimedia" von Macromedia.

Bad Day at the Midway , was wörtlich übersetzt soviel wie ein schlechter Tag auf dem Rummelplatz heisst, spielt auch auf eben diesem, und ist unterlegt mit der bandeigenen Musik.
Der Spieler beginnt aus der Perspektive des kleinen Timmy, welcher ohne die Erlaubnis seiner Eltern diese Ausflug unternimmt. Das Ziel des Spiels ist, diesen Tag auf dem Rummel zu überleben, ohne ermordet zu werden oder einer Epidermie zum Opfer fallen.
Im Verlauf des Tages wird Timmy in einen mysteriösen Mordfall verwickelt. Um diesen zu lösen, und den Tag zu überstehen, muss der Spieler von einem Charakter zum nächsten springen, wenn diese sich treffen. Wenn man ständig die gleiche Figur bleibt, entgehen einem viele Information zur Lösung, und das Spiel endet schneller.
Umgebung und Leute sind aus einem Mix von Macromedia und Quicktime Animationen erstellt, und erscheinen zentriert und in kleinem Format auf dem Sreen. Auf der schwarzen Fläche kann man in weisser Schrift die Gedanken (meist abgebrochene Sätze und einzelne Worte) der Person lesen, die man grade ist. So und durch die Persektive aus dem Kopf des Charakters wird dem Spieler das Gefühl vermittelt die gewählte Person zu sein, in ihrem Gehirn zu sitzen, und damit zu arbeiten... Die Person unterhält sich mit denen die ihr begegnen, nach dem Gespräch kann der Spieler entscheiden, ob er den Charakter wechseln oder behalten will.
Insgesamt gibt es 12 Charaktere, wobei sämtliche skurillen Gestalten, vom Steuerfahnder, der ganzkörpertättowierten Prostituierten, der Ratte, dem "Coma Man" und dem obligatorischen Seienmörder dabei sind. Zudem die Umgebung des wunderlichen Rummelplatzes, welcher mit Attraktionen wie "Kill a Commie Shooting Gallery" oder "Sperm Whale Giving Birth to an Electric Eel" oder "Tortures of the Top Ten" lockt.
Verschiedene Räume gewähren nur verschiedenen Personen Zutritt. Da es mehrere Enden des Spiels gibt, lohnt es sich das ganze öfter zu spielen.
Man bewegt sich durch einfaches "Point and Klick" durch den Vergnügunspark. Es gibt keine weiteren Möglichkeiten der Interaktion. Zum Ausgleich dafür, ist die Grafik für 1995 recht gut, und die auftauchenden Personen, und umherwandernden Schatten sind animiert.

Ich habe das Spiel zweimal angefangen, bei der ersten Version wurde ich nach einer Viertelstunde umgebracht, beim nächsten Versuch, fielen alle andern mit Blut- und schmerzverzehrten Gesichtern vor mir tot um; ich, als Timmy, hatte den Tag überlebt, und ging vergnügt nach Hause.
Wer Interesse daran hat die CD oder DVD zu sehen oder durchzuspielen, kann sie sich bei mir ausleihen.

Die Residents sind noch immer aktiv, und planen die Veröffentlichung eines neuen Albums. Ihr multimediales Interesse bauten sie nach BDOTM nicht weiter in Richtung Internet aus, wie es vielleicht zu erwarten gewesen wäre. 2001 veröffentlichten sie eine DVD mit ihren gesammelten Musikvideos, welche in sich allesamt animierte Kurzfilme sind, und natürlich vorher unveröffentlichtes Material.

http://www.residents.com

http://www.residents.com/mmedia/midway.html

http://www.residents.com/mmedia/midway-gallery.html


jim ludtke
http://www.apple.com/applemasters/jludtke/

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Letztes Update: Montag, 27. Mai 2002 um 13:18:02 Uhr
Erstellt am: 27.05.2002; 13:14:37.
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