Ein bislang nur von Hirngeschädigten bekanntes Phänomen haben Forscher jetzt an gesunden Versuchspersonen demonstriert: Obwohl das Sehzentrum ihres Gehirns künstlich ausgeschaltet worden war, konnten sie sehen - ohne dass es ihnen bewusst wurde.
Eingestellt von Oliver Wrede; Datum: 12.11.05; 14:42:18 Uhr
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Mit einer neuen Lasertechnik können Wissenschaftler die Farbempfindlichkeit der Retina darstellen. Erstaunlicherweise variiert die Verteilung der Farbempfindlichkeit sehr stark zwischen verschiedenen Menschen - der Unterschied kann den Faktor 40 betragen. Zugleich scheint aber die Wahrnehmung von Farben nicht so stark voneinander abzuweichen, was zu der Annahme führt, dass die ungleiche Verteilung vom Gehirn wieder ausgeglichen wird.
"Those early experiments showed that everyone we tested has the same color experience despite this really profound difference in the front-end of their visual system," says Hofer. "That points to some kind of normalization or auto-calibration mechanism—some kind of circuit in the brain that balances the colors for you no matter what the hardware is."
Malcom Gladwell landete mit seinem Buch »The Tipping Point« einen Bestseller. Sein neues Buch »Blink« befaßt sich mit »rapid cognition« - einer Form der instantanen Entscheidungsfindung ("snap decisions") zwischen Intutition und Rationalität im Sinne einer »Präkognition« (wobei Gladwell selbst die »rapid cognition« offenbar als absolut rational versteht). Gladwell wurde von James Surowiecki für das Slate Magazin interviewed. Am Ende des Interviews gibt es einen Kommentar von Gladwell zu demselben wo er über Fehlentscheidungen durch Polizisten in bestimmten Situationen spricht (z.B. in dem Fall des geprügelten Rodney King). Er formuliert einige Thesen, die vollends in der Tradition der Pragmatiker schlicht darauf aus sind Fehlentwicklung mit allem zu korrigieren was effektiv ist (z.B. nur noch einen Polizisten pro Polizeiauto einzusetzen, weil die dann vorsichtiger wären). Mir scheint aber irgendwie, dass er die Lehre aus seinem eigenen Buch (Tipping Point) dabei nicht zieht: nämlich die Frage welche Fehlentwicklungen eine solche "Korrektur" mit sich bringen könnte. Gladwell berührt ein interessantes Thema ("Präkognition") aber es ist fragwürdig, ob eine solche Arbeit beim bisherigen Stand der Forschung derartige Schlussfolgerungen zulässt.
Ronald A. Rensink: »Several studies (e.g., Becklen & Cervone, 1983; Mack & Rock, 1998; Neisser & Becklen, 1975) have found that observers attending to a particular object or event often fail to report the presence of unexpected items. This has been interpreted as inattentional blindness (IB), a failure to see unattended items (Mack & Rock, 1998). Meanwhile, other studies (e.g., Pashler, 1988; Phillips, 1974; Rensink, O'Regan, & Clark, 1997; Simons, 1996) have found that observers often fail to report the presence of large changes in a display when these changes occur simultaneously with a transient such as an eye movement or flash of the display. This has been interpreted as change blindness (CB), a failure to see unattended changes (Rensink et al., 1997). In both cases there is a striking failure to report an object or event that would be quite visible under other circumstances. And in both cases there is a widespread (although not universal) belief that the underlying cause has to do with the absence of attention. The question then arises as to how these effects might be related. Is CB the same thing as IB? If not, what is the relation between them? And given that these phenomena deal with failures of subjective perception, what can they teach us about the nature of our visual experience? In particular, what can they teach us about the role played by visual attention?«
»This document summarizes some of the existing theories in psychophysics, and discusses their relevance to scientific and information visualization. We begin with an overview of preattentive processing, the ability of the low-level human visual system to rapidly identify certain basic visual properties. We describe four theories of preattentive processing, and briefly discuss related work on postattentive vision and feature hierarchies. We next examine the new area of change blindness. Research on this phenomena offers a different perspective on early vision, suggesting that what we see can depend critically on where attention is focused. Finally, we describe a number of studies on the use of perception in visualization.«
»Welcome to eyetricks.com, your source for optical illusions, brain teasers, games, 3D images and other mind teasing oddities. eyetricks.com - Amazing Optical Illusions, 3D Stereograms, and other Mind Teasing Oddities!« [via Stephen Downes (Edu_RSS)]
## Die Schallmauer der filmischen Computergrafik: das Gesicht
Die Erzeugung digitaler Schauspieler ist inzwischen sehr weit fortgeschritten (siehe Artikel im Technology Review). Dennoch ist nicht ganz klar warum es eigentlich so schwer ist den Betrachter insbesondere im Bezug auf die Gesichter zu täuschen:
»Was genau unsere Augen an einem künstlichen Gesicht wirklich als falsch erkennen, ist noch kaum erforscht. Doch die Computergrafik-Experten J. P. Lewis und Ulrich Neumann von der University of South California haben sich dieser Frage angenommen: Ihre Gruppe spielte Testpersonen für kurze Augenblicke echte und digitale Gesichter vor, um herauszubekommen, ob sie den Unterschied erkennen können. Die Ergebnisse waren erstaunlich - und frustrierend: "Wir haben jahrelang an diesen Gesichtern gearbeitet, aber wir konnten die Leute nicht mal für eine Viertelsekunde täuschen", sagt Lewis.«
»Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Das sagt jeder. Das ist deswegen noch lange nicht wahr. Wahr ist, dass es genau umgekehrt ist, dass wir nämlich (fast) tausend Worte brauchen, um ein Bild verstehen zu können. Um es zu verstehen, muss ich die Geschichte hinter dem Bild kennen.«
»Alexander et. al. (1977) proposed patterns as a method for capturing the knowledge underlying successful solutions to recurring architectural design problems. There have been various pattern definitions but each of these shares a common theme, which is that patterns describe a proven solution to a recurring problem in a given context. The software community adopted the idea of patterns as a means of documenting and sharing solutions to recurring software design problems. More recently the HCI community has also adopted the idea of patterns as a method of capturing user interface design knowledge. Patterns consist of a number of attributes that Borchers (2000) defines as…«
Eingestellt von Oliver Wrede; Datum: 4.5.04; 1:30:49 Uhr
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»The correct perception of movement has been an important routine of everyday life since the beginning of humanity. It is also an important resource in visualisation.«
Eingestellt von Oliver Wrede; Datum: 4.5.04; 1:26:41 Uhr
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»This paper details a way to apply the cognitive science of visual perception as a means to improve the practice of information design. Environmental cues trigger our sense of depth, and influence form, organization, attention. The paper outlines how we may apply the cues for more effective communication. This paper was part of my master's thesis in Information Design at Carnegie Mellon University's School of Design (2001). A book version is currently available at Carnegie Mellon University's Hunt Library.«
Eingestellt von Oliver Wrede; Datum: 13.10.03; 0:18:29 Uhr
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»The purpose of this book is to stimulate interest on a topic that has been a joy to me for more than 35 years. I hope that this "web book" will help you to learn about your sense of vision and encourage you to find out more about visual perception; perhaps to take courses on this subject at whatever educational institutions are available to you. Remember, the joy of learning is a joy forever.«
»History of visualisation« is that of the search for new artefacts to amplify the ability to know; it's the history of writing and of maps, the history of knowledge. (via xBlog)
Thema: Grundlagen und designspezifische Aspekte
der Wahrnehmung
In unserem Vortrag veranschaulichen wir nach welchen Regeln und Prinzipien die Wahrnehmung unsere Wirklichkeit konstruiert. Die Grundlagen der Wahrnehmung, deren Konstruktionsprozesse und Gesetzmäßigkeiten sind dabei ebenso wichtig wie die daraus resultierenden Interpretationen. Anhand von praktischen Beispielen demonstrieren wir, dass detaillierte Kenntnisse des Wahrnehmungsprozesses von großer Relevanz für die Arbeit eines Designers sind.
Referenten: Frank Wenzl, Kirsten Schürmann, Mario Wahle
Dauer des Vortrags ca. 1 1/2 Stunden, mit anschliessender Diskussionsmöglichkeit. Wir bitten um pünktliches Erscheinen, da uns der Hörsaal nur für eine begrenzte Zeit zur Verfügung steht.
Am Freitag wird in Mittersill ein "dreidimensionaler Zebrastreifen" vorgestellt. Die Schüler des Gymnasiums haben dieses Projekt im Physik-Unterricht entwickelt. Nun wird er auf seine Wirkung getestet. ... Eine weiße Fläche ist quer über die Straße gemalt. In dieser Fläche sind 10 Zentimeter breite schwarze Streifen, die wie ein Fächer angeordnet sind. Dadurch entsteht die optische Täuschung: Der Zebrastreifen wirkt wie eine kleine Barriere.
Wie mit vielen optischen Täuschen zeigt auch diese Illusion einen Erfolg und nicht einen Fehler des optischen Wahrnehmungsapparats: Unsere Augen sind keine Helligkeitssensoren, sondern unser Sehsinn soll die sichtbare Welt in sinnhafte Einzelheiten aufgliedern: die Natur und die Beschaffenheit der Anordnung werden wahrgenommen.
....This thesis explores the problems and possibilities of computer-controlled scent output. I begin with a thorough literature review of how we smell and how scents are categorized. I look at applications of aroma through the ages, with particular emphasis on the role of scent in information display in a variety of media. I then present and discuss several projects I have built to explore the use of computer-controlled olfactory display, and some pilot studies of issues related to such display...
Möglichkeiten der Erzeugung räumlicher Illusion im Film
- eine Analyse nachfolgender, ausgewählter Beispiele im Vergleich
Der Bladerunner (Ridley Scott) USA 1991 (Director's Cut)
Im Zeichen des Bösen (Orson Welles) USA 1958
Shining (Stanley Kubrick) USA 1980
Money Train (Joseph Rubens) USA 1996
Twister (Jan de Bont) USA 1996
Independence Day (Roland Emmerich) USA 1996
Am 23. Juni diskutierte Volker Panzer im nachtstudio mit seinen Gästen über künstliche Intelligenz und die "notwendige" Synthese zwischen Körper und Geist. Näheres unter obigem Link. Wiederholt wird die Sendung am Dienstag, 25. Juni, um 10.15 Uhr auf 3sat.
Internet-Webcast des Vortrags von Prof. Dr. Reinhard Brandt, 19:00 Uhr, Aula, Ludwig-Maximilians-Universität, München
"Der Bildbegriff sollte, um praktikabel zu sein, durch folgende Merkmale festgelegt werden. Erstens sind statische oder bewegte Bilder optische - und damit anthropologisch bedingte - Phänomene. Sie können als solche weder in andere Sinnesbereiche transponiert werden (Bilder lassen sich nicht hören oder schmecken), noch bilden sie Symbole oder Zeichen, die ohne Verlust in andere Medien übersetzbar sind; die sichtbare Schrift kann z. B. in eine tastbare Blindenschrift transponiert werden, etwas Analoges ist dagegen bei Bildern nicht möglich. Zweitens unterscheiden sich Bilder von anderen optischen Phänomenen dadurch, daß sie etwas zur Anschauung bringen und erkennen lassen, was sie selbst nicht sind. Dieses »erkennen lassen« und die vom Bildbetrachter zu vollziehende Negation (»was sie selbst nicht sind«) werden in der abstrakten Kunst im Bild selbst aufgehoben. Die kopernikanische Wende faßte Raum und Zeit und die Kategorien der Wirklichkeit als subjektive Formprinzipien und wandte sich damit gegen die traditionelle Ontologie; die sprachphilosophische Wende sah in diesen subjektiven Prinzipien lediglich psychologische Residuen und verlegte die Erkenntnis aus dem privaten Subjekt in das öffentliche Medium der Sprache. Was leistet die dritte Wende, der »iconic turn«?"
Eingestellt von Oliver Wrede; Datum: 20.6.02; 10:50:57 Uhr
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Professor Dr. Hans Irtel von der Universität Mannheim hat mit diesem kurzen Vortrag eine gute Einführung in die Wahrnehmungspsychologie veröffentlicht.
Studenten des Studienfachs Psychologie haben unter dem angegebenen Link ihre Zusammenfassungen ins Netz gestellt. Einige ausgewählte Arbeiten, Goldstein, Fim-Hefte zur Wahrnehmung, poste ich direkt.